Was sich geändert hat — und warum es kaum jemand mitbekam
Die Neuregelung betrifft Mieter wie Eigentümer — entscheidend sind Fläche und Sonne, nicht die Eigentumsform.
Es war eine Änderung ohne große Schlagzeilen: Ein Gesetzespaket hat still neu geregelt, was Haushalte in Deutschland mit ihrem eigenen Strom dürfen — Mieter genauso wie Eigentümer. Wer eine Steckdose und ein Stück Sonne hat, darf seither mehr als vorher. Die meisten haben es schlicht nicht mitbekommen.
Konkret heißt das: Haushalte dürfen jetzt eigenen Strom erzeugen — mit Steckersolar bis 800 Watt am Balkon oder einer Anlage auf dem Dach. Die Anmeldung wurde radikal vereinfacht, und zur Miete gilt erstmals ein eigener Anspruch. Es geht dabei um eine Fläche, die Sie längst haben: den Balkon, die Terrasse, das Dach.
Ob die Neuregelung auch Ihren Haushalt betrifft, hängt von wenigen Dingen ab — Wohnsituation, Fläche, Sonne. Genau das prüft der kurze Check oben: sechs Fragen, keine Verkäufer, keine Verpflichtung. Und bei manchen Antworten ist das ehrliche Ergebnis auch: eher nicht.
So funktioniert der Check
- Sie beantworten sechs Fragen zu Wohnsituation, Fläche, Sonne und Region — ohne Namen von Herstellern, ohne Rechenspiele.
- Wir ordnen Ihre Angaben ein: was nach heutiger Regel-Lage für Sie infrage kommt — Steckersolar, Dachanlage, Mieter-Weg — und was eher nicht.
- Sie erhalten das Ergebnis per E-Mail — und nur mit Ihrer Einwilligung zusätzlich unverbindliche Angebote geprüfter regionaler Anbieter zum Vergleichen. Entscheiden oder ablehnen: beides ist ein gutes Ergebnis.
Ehrlich vorweg: wann Solar eher nichts wird
Damit niemand zwei Minuten umsonst investiert — in diesen Fällen ist die Antwort meist Nein:
- Die Fläche liegt dauerhaft im Schatten (Nordbalkon am Hinterhof, Dach unter Bäumen).
- Das Dach muss in den nächsten Jahren saniert werden — erst sanieren, dann belegen.
- Denkmalschutz ohne Aussicht auf Ausnahmegenehmigung.
- Im Haushalt wird tagsüber fast kein Strom verbraucht und ein Speicher kommt nicht infrage.
Wer sich hier wiederfindet, braucht den Check nicht — und hat gerade Geld gespart. Unabhängige Beratung gibt es bei der Verbraucherzentrale.